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Gemeinde Emmering  |  E-Mail: gemeinde@emmering.de  |  Online: http://www.emmering.de/

Geschichte

Emmering taucht erstmals um das Jahr 739/740 in den Urkunden auf. Der Chronik des Klosters Benediktbeuern ist zu entnehmen, daß der Gründerabt Lantfrid in dieser Zeit seinen Grundbesitz zu "Emeheringen" als Ausstattungsgut dem Kloster übergab.

 

Doch auch schon in prähistorischerZeit hat, wie Bodenfunde belegen, das Gebiet an einer Amperfurt und später an einem Flußübergang, Menschen zur Besiedlung eingeladen. Schon zu Beginn unseres Jahrhunderts wurden auf der Emmeringer Leite aus Hügelgräbern der Hallstattzeit (750 - 450 v. Chr.) Urnen aus Ton geborgen. Durch die Luftbildarchäologie wurde 1982 in der Emmeringer Flur ein großes Reihengräberfeld aus der Bajuwarenzeit entdeckt. Durch die bevorstehenden Bauarbeiten zur Errichtung der Kompostieranlage und des großen Wertstoffhofes konnte 1990 mit der Untersuchung dieser frühmittelalterlichen Begräbnisstätte begonnen werden. In mehreren Grabungsetappen konnten bis 1999 mehr als 500 Gräber freigelegt und der Inhalt geborgen werden. Wenngleich eine abschließende wissenschaftliche Würdigung noch aussteht, kann durch die Art der Grabbeigaben die zeitliche Belegung schon eingegrenzt werden. Diese hat wohl schon im ausgehenden 5. Jh. begonnen und reicht bis in das frühe 8. Jh..

 

Welch große Bedeutung dem Dorf Emmering schon in früher Zeit als Versammlungsplatz zukam, beweist ein Eintrag im Freisinger Traditionskodex. Danach kamen am 11.01.828 Bischof Hitto von Freising und Graf Luitpold mit großem Gefolge nach "Emheringas", um an einem Gerichtstag teilzunehmen. Durch die Anwesenheit des Bischofs wird die Existenz einer Kirche indirekt bestätigt. Die heutige Pfarrkirche St. Johannes der Täufer wurde 1928 erbaut. Der damals vom Vorgängerbau stehengebliebene Turm erhielt 1961 durch Aufstockung die jetzige Form. Das Kirchenschiff der 1928 abgebrochenen alten Kirche stammte aus der Zeit um 1200. Man kann Emmering als eine Urpfarrei im Ampertal bezeichnen, denn schon die älteste Matrikel der Diözese, 1315 verfaßt, weist Emmering als Mutterpfarrei für die Tochterkirchen Olching und Esting aus. Im 12. Jh. waren die Herren von Gegenpoint, deren Burg sich auf der Emmeringer Leite befand, Grundherren von Emmering. Das Wappenbild dieses Geschlechts - zwei gekreuzte Halparten, das sind mittelalterliche Wurfbeile - ist in das Gemeindewappen mit aufgenommen worden. Das mehrmals urkundlich bezeugte Dorfgericht unterstreicht die Bedeutung Emmerings im Mittelalter. Später kam Emmering ganz unter die Hoheit des 1263 gegründeten Klosters Fürstenfeldbruck. An diese Zeit erinnert das zweite Element des Wappens, der rot und silber geschachtete Zisterzienserbalken. Erst die Säkularisation von 1803 änderte erneut die Besitzverhältnisse und jahrhundertalte Rechtslage.

 

Die politische Gemeinde entstand um 1820 auf der Grundlage des 1818 im Königsreich Bayern erlassenen Gemeinde-Ediktes und wurde 1823 in den neugegliederten Landgerichtsbezirk Bruck eingegliedert. Bis dahin war der Landrichter von Dachau für Emmering zuständig.

 

Die über Jahrzehnte etwa gleichgebliebene Einwohnerzahl stieg nach dem 2. Weltkrieg durch den Zuzug der Heimatvertriebenen sprunghaft an. Wurden 1939 nur 1265 Einwohner gezählt, waren es 1946 schon 2084. Inzwischen ist durch weiteren Zugang nach der Ausweisung von Neubaugebieten die Einwohnerzahl auf etwa 6200 gestiegen. In den 80er Jahren entstand mit der Amperhalle und dem sich daran anschließenden Bürgerhaus ein neues Kulturzentrum von überörtlicher Bedeutung. Seit 1988 fügt sich das evangelische Kirchenzentrum harmonisch an dieses Ensemble in der Ortsmitte ein.

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